Deine Produktion, live im Blick
Zustände, Trends und Stillstände sichtbar machen, auf Basis deiner bestehenden Anlagentechnik.
Viele Maschinen und Anlagen erfassen bereits Temperaturen, Störmeldungen und andere Daten. Eine systemübergreifende Auswertung hilft, Produktionsverläufe nachzuvollziehen, Stillstände einzuordnen und schleichende oder plötzliche Veränderungen zu erkennen.
Was Live (Echtzeit) bedeutet
Reaktionszeit festlegen
Echtzeit bedeutet, dass ein System Daten innerhalb der Zeitvorgaben des jeweiligen Prozesses verarbeitet. Welche Zeitvorgaben gelten, ergibt sich aus der Anwendung. Für die Anlagenüberwachung müssen deshalb die zulässigen Verzögerungen bei Erfassung, Übertragung und Auswertung festgelegt werden (Quelle: IEC Electropedia).
Veränderungen früher erkennen
Zwischen zwei Messungen kann sich ein Fehler weiterentwickeln. Kontinuierliche Überwachung kann Veränderungen früher sichtbar machen, wenn geeignete Signale erfasst und ausgewertet werden. Wie viel Zeit für eine Reaktion bleibt, hängt vom Fehlerverlauf und der Messmethode ab.
Vorhandene Daten sinnvoll auswerten
Ein vorhandenes SCADA zeigt Prozesswerte, Zustände und Alarme an. Prüfe zunächst, welche Zeitreihen (Historien) und Auswertungen es bereits bereitstellt. Eine ergänzende Überwachung kann Daten aus mehreren Maschinen zusammenführen und Produktionsverläufe aus unterschiedlichen Zeiträumen vergleichbar machen. So lässt sich beispielsweise nachvollziehen, welche Ereignisse einem Stillstand vorausgingen und unter welchen Betriebsbedingungen sie auftraten.
Motorzustand im Zusammenhang betrachten
Temperatur und Stromaufnahme lassen sich gemeinsam mit dem Betriebszustand betrachten. Der schematische Verlauf zeigt Anlauf, Betrieb und Stillstand auf einer gemeinsamen Zeitachse.
Prozessverläufe vergleichen
Aufgezeichnete Werte aus unterschiedlichen Zeiträumen oder vergleichbaren Produktionsphasen lassen sich gegenüberstellen. Dadurch kannst du Abweichungen erkennen und gemeinsam mit dem Bedienpersonal prüfen, ob sie zum jeweiligen Betriebsablauf passen.
Beide Beispiele setzen passend erfasste und verständlich zugeordnete Signale voraus. Die Auswertung liefert Hinweise, deren Bedeutung die zuständigen Fachpersonen im Zusammenhang mit der Anlage bewerten.
So beginnt die Umsetzung
Anwendungsfall und Datenbasis klären
Beginne mit einem abgegrenzten Anwendungsfall, etwa einem wiederkehrenden Stillstand oder einem auffälligen Prozessverlauf. Lege fest, welche Frage die Auswertung beantworten soll und wer mit dem Ergebnis arbeitet. Halte auch fest, welche Verbesserung du später bewerten möchtest.
Prüfe anschließend, welche Signale in Steuerungen, Maschinenschnittstellen oder Datenbanken bereits verfügbar sind. Dokumentiere ihre Bedeutung, Einheiten und Zuordnung zur Maschine. OPC UA, Modbus TCP und MQTT sind mögliche Wege der Anbindung. Die Auswahl richtet sich nach den vorhandenen Schnittstellen, dem Netzwerk und den benötigten Daten.
Datenerfassung und Abläufe abstimmen
Plane passende Zeitstempel, die benötigte Historie und den Umgang mit Verbindungsunterbrechungen. Der Ort der Verarbeitung richtet sich nach deiner Infrastruktur und den betrieblichen Anforderungen. Stimme Zugänge und die Anbindung mit den Verantwortlichen für Automatisierung und IT ab.
Prüfe die eingerichtete Auswertung anhand bekannter Betriebsabläufe. Stimmen angezeigte Zustände und Zeiten mit der Anlage überein? Können Produktion und Instandhaltung die Informationen zuordnen? Vereinbare, wer Auffälligkeiten bewertet und daraus Maßnahmen ableitet.
Eine passende Architektur für Datenanbindung, Dashboards und Berichte beschreibt unser Beitrag über Produktionsmonitoring neben bestehendem SCADA.
Wann sich Monitoring lohnt
Kosten und Nutzen abwägen
Ob sich Monitoring lohnt, hängt von deinen Ausfallkosten, den verfügbaren Daten und der gewählten Fragestellung ab. Vergleiche die Kosten für Sensorik, Anbindung, Software und Betrieb mit dem Nutzen, den du realistisch erreichen kannst: weniger Suchaufwand, kürzere Stillstände oder gezieltere Wartung.
Verbesserungen im Betrieb prüfen
Nutze deine Stillstandshistorie als Ausgangspunkt und halte den Aufwand für die bisherige Untersuchung fest. Beginne mit dem vereinbarten Anwendungsfall und prüfe nach der Einführung, welche Verbesserung sich tatsächlich zeigt. Berücksichtige dabei auch den laufenden Aufwand für die Auswertung und die daraus folgenden Maßnahmen.
Was PlantWatch und Sync Motion beitragen
Maschinendaten mit PlantWatch nutzen
PlantWatch nutzt bereitgestellte Maschinendaten für Produktionsübersichten, Prozessverläufe, Stillstandsanalysen und Berichte. Welche Fragen sich damit beantworten lassen, hängt von den verfügbaren Signalen und ihrer Qualität ab. Sync Motion prüft vorhandene Schnittstellen, richtet die vereinbarte Datenanbindung und Speicherung ein und konfiguriert PlantWatch für den abgestimmten Einsatz.
Zusätzliche Analysen gezielt planen
Für Schwingungsanalysen, akustische Überwachung oder Ausfallprognosen müssen passende Messdaten und Auswerteverfahren vorhanden sein. Ob zusätzliche Sensorik oder spezialisierte Systeme nötig sind, wird anhand des konkreten Anwendungsfalls bewertet. Zusätzliche Sensorik, individuelle Analysen und Prognosemodelle werden separat vereinbart.
„Wenn eine Maschine steht, wollen wir wissen, was davor passiert ist. Mit PlantWatch sehen wir Zustände und Meldungen im zeitlichen Zusammenhang. Das hilft uns, die Ursache einzugrenzen und gezielter nachzufragen.“