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Produktionsmonitoring für bestehende Anlagen

Produktionsmonitoring ohne Austausch Ihres SCADA-Systems

Schaffen Sie anlagenweite Transparenz aus bestehenden SPSen und Maschinen, ohne daraus ein vollständiges SCADA-Ersatzprojekt zu machen. Eine separate, rückwirkungsfreie Monitoring-Ebene kann Live-Dashboards, Stillstandsanalysen und automatische Berichte bereitstellen, während das bestehende Leitsystem unverändert bestehen bleibt.

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Rückwirkungsfreie Verbindungen · On-Premise-Betrieb · Bestehende Steuerungen bleiben unverändert

Die Transparenzlücke

Warum nicht immer ein weiteres SCADA-Projekt notwendig ist

Viele Werke verfügen bereits über funktionierende SPS-, HMI- und SCADA-Systeme, die den Prozess zuverlässig bedienen. Was häufig fehlt, ist nicht die Steuerung, sondern eine konsistente analytische Sicht über Maschinen, Linien und Schichten hinweg.

Eine Erweiterung des bestehenden SCADA kann die richtige technische Entscheidung sein. Je nach System kann sie jedoch zusätzliche Lizenzen, herstellerspezifischen Engineering-Zugriff, Spezialwissen, Regressionstests und ein sorgfältig geplantes Produktionsfenster erfordern.

Wenn Analyse und Berichterstattung statt Bedienung im Vordergrund stehen, kann SCADA-unabhängiges Produktionsmonitoring einen gezielteren Weg bieten. Das Leitsystem behält seine etablierte Aufgabe, während aus den vorhandenen Produktionsdaten eine separate Sicht entsteht.

Typische Lücken trotz funktionierender Steuerung

  • Anlagenweite Produktionstransparenz
  • Einheitliche Stillstandskategorisierung
  • Automatisierte Produktionsberichte
  • Zugriff auf historische Maschinendaten
  • Eine gemeinsame Sicht über SPS-Generationen und Hersteller hinweg

Architektur

Eine separate Monitoring-Ebene für Analyse und Berichte

Eine rückwirkungsfreie Datenerfassung verbindet sich mit ausgewählten SPS-Variablen, Controller-Endpunkten oder Maschinenschnittstellen. Die Daten werden getrennt vom SCADA verarbeitet und über On-Premise-Produktionsdashboards, Stillstandsansichten, historische Trends und geplante Berichte bereitgestellt.

Gerichteter Produktionsdatenfluss

Betriebssignale fließen aus den Anlagen in eine separate Monitoring-Umgebung. Der Monitoring-Pfad sendet keine Steuerbefehle an die Maschinen zurück.

Nur lesend
01

SPSen und Maschinen

Bestehende Steuerungen, Zähler, Zustände und Maschinenschnittstellen

02

Rückwirkungsfreie Datenerfassung

Ausgewählte Signale werden ohne Prozessbefehle erfasst

03

On-Premise-Verarbeitung

Daten werden lokal mit Zeitstempeln versehen, kontextualisiert, gespeichert und ausgewertet

04

Betriebliche Transparenz

Dashboards, Stillstandsanalyse, Trends und geplante Berichte

Typische Datenquellen und Schnittstellen

  • Siemens
  • Rockwell
  • Beckhoff
  • B&R
  • OPC UA
  • S7
  • Modbus
  • EtherNet/IP
  • Maschinendatenbanken
  • Bestehende Schnittstellen
Die konkrete Anbindung hängt von der Anlage, der Steuerungslast, verfügbaren Lizenzen, der Netzwerksegmentierung und den bereits von der Maschine bereitgestellten Signalen ab.

Moderne Anlagen können Daten über OPC UA bereitstellen. Bei Bestandsanlagen kommen stattdessen häufig S7, Modbus, EtherNet/IP, eine Maschinendatenbank oder eine andere dokumentierte Schnittstelle infrage.

Wenn Daten aus unterschiedlichen Quellen vereinheitlicht werden müssen, kann eine Konnektivitätsebene wie Sync Connect den kontrollierten Pfad zwischen Anlage und Monitoring-Anwendung bereitstellen.

Monitoring-Umfang

Was ohne Änderung der Maschinensteuerung sichtbar wird

Die Betriebsdatenerfassung kann vorhandene Maschinensignale in eine gemeinsame Produktionssicht überführen. Welche Abtastrate und Historie sinnvoll sind, hängt von der konkreten Fragestellung ab. Unser Beitrag über Echtzeit-Monitoring in Industrieanlagen erläutert diese Abgrenzung im Detail.

  • Maschinenzustände
  • Lauf- und Leerlaufzeiten
  • Geplante und ungeplante Stillstände
  • Störungs- und Verriegelungssignale
  • Produktionsmengen
  • Durchsatz
  • Zykluszeit
  • Schichtleistung
  • Produktionstrends
  • Automatisierte Tages- oder Wochenberichte

Klare Aufgabenverteilung

Das bestehende Leitsystem bleibt bestehen

Diese Architektur ist eine Monitoring-Ebene und kein paralleles Steuerungssystem. Die SPS bleibt für die deterministische Maschinenlogik verantwortlich. SCADA beziehungsweise HMI übernehmen weiterhin die ihnen zugewiesenen Bedien-, Alarm- und Prozessfunktionen.

SPS-Programme
SPS-Programme bleiben typischerweise unverändert, sofern ein benötigtes Monitoring-Signal nicht erst bereitgestellt werden muss.
Aufgaben von SCADA und HMI
Das bestehende SCADA beziehungsweise HMI übernimmt weiterhin Bedienung, Alarmierung und Interaktion mit dem Prozess.
Speicherort der Daten
Eine Cloud-Verbindung ist nicht erforderlich, wenn Monitoring-Ebene und Datenspeicher on-premise betrieben werden.
Installierte Maschinen
Produktionsmonitoring für bestehende Anlagen erfordert keinen Austausch der Maschinen.
Zugriff auf Steuerungen
Für Standard-Monitoring reicht typischerweise ein lesender SPS-Zugriff; Schreibzugriff ist üblicherweise nicht erforderlich.
Einführungsumfang
Die Umsetzung kann abhängig von Schnittstellen und betrieblichen Rahmenbedingungen nach Maschine, Linie oder Anlagenbereich gestaffelt werden.

Technische Eignung

Wann SCADA-unabhängiges Monitoring gut passt

Brownfield-Produktionsmonitoring ist besonders sinnvoll, wenn Anlagen und Steuerungen funktionieren, darüber jedoch eine konsistente Informationsebene fehlt.

  • Das bestehende SCADA-System funktioniert, die Produktionsberichte sind jedoch begrenzt.
  • Mehrere Maschinen oder Linien verwenden unterschiedliche Steuerungsplattformen.
  • Das ursprüngliche SCADA-Projekt ist nicht zugänglich oder wird durch einen externen Anbieter verwaltet.
  • Das Management benötigt Produktionstransparenz über den Bedienplatz hinaus.
  • Das Werk möchte belastbare Erkenntnisse gewinnen, bevor es eine größere Modernisierung beschließt.
  • Betriebsdaten müssen on-premise bleiben.
  • Die Umsetzung soll unnötige Produktionsunterbrechungen vermeiden.

PlantWatch

Wie PlantWatch diesen Ansatz umsetzt

PlantWatch ist eine On-Premise-Lösung für das Produktionsmonitoring bestehender Anlagen. Sie erfasst Betriebsdaten aus SPSen und Maschinenschnittstellen und überführt sie in Live-Dashboards, Stillstandsanalysen und automatisierte Produktionsberichte.

  1. 01Bestehende Anlagen anbinden
  2. 02Stillstände und Betriebszustände verstehen
  3. 03Einheitliche Berichte auf Werksebene erstellen
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FAQ

Produktionsmonitoring ohne SCADA-Integration: häufige Fragen

Die technischen Details hängen von den installierten Anlagen, verfügbaren Signalen und dem Produktionsnetzwerk ab. Die Antworten beschreiben eine typische Architektur.

Funktioniert Produktionsmonitoring ohne SCADA?

Ja. Produktionsdaten lassen sich häufig direkt aus SPSen, OPC-UA-Endpunkten, Maschinenschnittstellen oder bestehenden Datenbanken erfassen und in einer separaten Monitoring-Ebene verarbeiten. Wo SCADA Bedien-, Alarm- oder Prozessfunktionen übernimmt, bleibt es weiterhin erforderlich. Die separate Ebene konzentriert sich auf Transparenz, Analyse und Berichte.

Benötigt das Monitoring-System Schreibzugriff auf die SPS?

Für Standard-Monitoring üblicherweise nicht. Ein lesender Zugriff reicht typischerweise aus, um bereitgestellte Zustände, Zähler, Alarme und Prozesswerte zu erfassen. Ist ein benötigtes Signal nicht verfügbar, kann eine kontrollierte SPS-Änderung zur Bereitstellung notwendig sein. Die Monitoring-Ebene muss deshalb jedoch keine Steuerbefehle zurücksenden.

Können die Daten on-premise bleiben?

Ja. Datenerfassung, Verarbeitung, Dashboards und Berichtserstellung können auf Infrastruktur innerhalb des Werksnetzes betrieben werden. Die konkrete Architektur sollte die Anforderungen des Werks an Netzwerksegmentierung, Zugriffssteuerung, Backup und Cybersecurity berücksichtigen.

Ersetzt dieser Ansatz das bestehende SCADA-System?

Nein. Der Ansatz ergänzt ein funktionierendes SCADA-System. SCADA und HMI bleiben für Maschinenbedienung, Prozessinteraktion und Alarmbehandlung verantwortlich. Die Monitoring-Ebene stellt Analyse, Berichte und eine anlagenweite Sicht bereit.

Welche SPSen und Protokolle lassen sich anbinden?

Typische Quellen sind Steuerungen von Siemens, Rockwell, Beckhoff und B&R sowie OPC UA, S7, Modbus, EtherNet/IP, Maschinendatenbanken und bestehende APIs. Die tatsächliche Kompatibilität und die verfügbaren Daten müssen für Steuerung, Firmwarestand, Schnittstelle und Netzwerkarchitektur geprüft werden.

Kann Monitoring ohne Produktionsstillstand eingeführt werden?

Häufig lassen sich große Teile der Installation und Konfiguration bei laufender Produktion umsetzen. Steuerungskonfigurationen, Netzwerkänderungen oder Inbetriebnahmetests mit möglicher Auswirkung auf den Betrieb sollten dennoch bewertet werden und können ein geplantes Zeitfenster erfordern. Eine gestaffelte Einführung hilft, den Umfang kontrolliert zu halten.